Jetzt macht mir langsam das Geld Sorgen. Aber auch nur so lange, wie ich daran denke, dass ich im Frühling wohl nicht in den Urlaub fahren kann. Wenn meine Schwester wie jetzt gerade meiner Mutter alle Schande sagt und ihr die Schuld am Leid der Welt gibt, frage ich mich, ob das Geld nicht einfach scheiss egal ist - hauptsache weg. weit weg. Ich wohne gerne hier, ich liebe mein Zimmer, mein Gärtchen, den Fluss und den Wald, aber ich halte diesen Terror nicht mehr aus. Ich habe so einen Hass auf meine Familie und ich fresse es immer in mich hinein. Das muss nicht so sein. Unsre Geraden liefen lange Zeit gleich, danach parallel, doch jetzt, ist ein Schnittpunkt unerreichbar in die Ferne gerückt... Ich habe keine Lust mehr auf diesen Kindergarten. Aber das kann ich ihnen nicht sagen. Ich muss es ihnen anders präsentieren, sonst hat dann hier der eine oder andere das Gefühl, man könne die Familie einfach so verlassen, weils einem zu dumm ist. Ich habe solche Angst. Aber ich weiss irgendwo, dass es richtig ist.
dig.out.your.soul am 24.9.12 21:35


was, wenn ich ihn eigentlich gar nicht mag und mich nur an sein Bild hänge, weil ich ihn kenne aus einer Zeit, wo ich mich sicher fühlte? Menschen sind so komplex und plump zugleich.

ich nehme das Leben anders wahr als zuvor. Wann zuvor? Ich weiss es nicht, es ist jedenfalls anders. Ich bin mir der endlichen Dimension mehr bewusst, kann aber nicht so gut damit umgehen. 

Schritt für Schritt. Als erstes muss ich jetzt mal ausziehen, mich befreien und meinen eigenen Weg finden. Ich kanns mir nicht vorstellen, mit anderen gleichaltrigen zu wohnen, noch alleine zu wohnen. mit meiner Freundin will ich nicht wohnen, weil wir uns so nahe auf einander nicht gut tun und sie einen Freund hat. Darauf verzichte ich gerne. Ob diese Wohngemeinschaft wohl was ist? Oder ob die nur ein Bahnhof für gesellschaftlich gestrandete Menschen ist? Ich weiss es nicht, aber ich werde es herausfinden.

dig.out.your.soul am 15.9.12 23:50


In seiner Mail war keine einzige Frage an mich. Berechnung oder einfach typisch Mann? Ich weiss es nicht und ich weiss auch nicht, ob es angebracht wäre, ihn darauf anzusprechen, ob es Absicht war und wir den Kontakt beenden können oder ob es nicht Absicht war und der Kontakt vertieft werden sollte. Es ist schon unfair: ich schreibe gerne, er nicht so. Er telefoniert dafür lieber. Wenn ich ihn aber anrufe, so ist das eine ganz andere Stufe, als wenn ich ihm schreibe. Vielleicht ist ja das Schreiben für ihn auch eine ganz andere Stufe als das Telefonieren. Wer weiss. Naja, morgen heiratet sein bester Freund zu dessen Trauung er mich ermunterte zu erscheinen, aber ich will nicht 10000 Leute kennen lernen ohne mich erklären zu können. Ich will morgen einen ausgiebigen Waldspaziergang machen.

Ich finds scheisse, dass er sich nicht meldet. Er nimmt nicht Teil an meinem Leben. Über Distanz ist es auch schwierig. ich wünsche es mir aber sehr. Das ist der Punkt. 

Ich habe noch 21° in meinem Zimmer. Vor 2h warens noch 20°, was man mit Rechaudkerzen alles erreichen kann. Jetzt mach ich mir noch eine Ovi und schlafe eine Runde.

dig.out.your.soul am 14.9.12 21:57


Scheisn. Ich habe mich für so eine freiwillige Sache gemeldet und eigentlich kotzt es mich sehr an. Leider hat die Verantwortliche jetzt meinen Arbeitgebern geschrieben und jetzt brauche ich noch einen freien Tag. Das gibt mir ja noch eine Sache... Volle Kraft voraus: BEdürfnisse äussern und für meine Anliegen einstehen. Punkt.

Ich weiss, ich habe schon zig Einträge darüber geschrieben ABER: wir hatten gestern und heute einen PAtienten mit Jahrgang 86. Seine Schwester fragte mich nach einem Rollstuhl, ewil er sich nicht aufstehen traute (Männer im Spital sind oftmals einfach wehleidige Weicheier). Ich brachte den Stuhl ins Zimmer und vor mir steht ein etwas bärtiger 1,90er mit grünen Nikes unten am Spitalhemd, Uhr mit schönem Lederarband, grünen Augen, Kastanienbraunes Haar, Mein Herz blieb stehen, ich wäre beinahe synkopiert. Heut Morgen sass er auf dem Gang und las Zeitung, beinahe hätte ich gefragt, ob ich was helfen könne - bis ich ihn erkannte. OMG. He looks so fine! Meine Güte. Auf der Strasse wäre er mir ev. nicht aufgefallen. Hier schon, denn hier ist alles schrumpelig und mit Bierbauch. Ach, die Jugend - so schön sie ausschaut, so schnell vergeht sie... Vielleicht werde ich ja so populär wie Madonna, dann werde ich auch immer einen jungen straffen Boy zur Seite haben. hahaha. (Entgegen alles Spitalromanzen und so weiter, er hat mir weder seine Nr hinterlassen, noch hat er nach meinem Namen gefragt, noch habe ich ihm heroisch das Leben gerettet, noch sonst irgendwas. schade...) 

schluss für heute. 

dig.out.your.soul am 11.9.12 20:52


was ist so schlimm daran, seine Ausbildung abzubrechen? Ich spüre in mir drin, dass es nicht das ist, was ich lange machen will: so viel Stress, so viel Druck, nicht richtig Zeit für deine Gegenüber und so weiter. Ich kann es tun, sicher, aber ich glaube, dass ich dabei kaputt gehe, weil ich keine Luft mehr habe nebendran um zu leben. Ich fühle mich einfach zu sensibel, zu schwach, um dem gewachsen zu sein. Möglicherweise ist es einfach ein Kampf gegen mich und meine Unsicherheit. Vielleicht bin ich aber auch drauf und dran, mich selbst kaputt zu machen. Ich weiss es nicht. Wenn ich nur wüsste, was ich statt dessen machen soll. Diese kranken Leute den ganzen Tag durch - auf Dauer kann ich das wohl nur schwer ertragen. Was macht mir Freude? Ich sollte dichter und denker, musiker und schriftsteller werden, etwas wo ich in den Tag leben kann, meine Zeit selbstständig einteilen kann und was schaffen kann. Aber ej, den Job gibt es einfach nicht. Ich habe gerne mit Menschen zu tun aber nicht zu viel.

Ich weiss, es ist nur eine Phase, aber dieses ewige was will ich tun, was will ich mit meinem Leben - es raubt mir den letzten Nerv. 

In einer Woche beginnt die Uni hier. Es könnte noch möglich sein, mich einzutragen und anzumelden. Aber ich wäre wohl genauso ziellos. Und... dann bin ich wieder alt bis ich fertig bin mit der Ausbildung. 

Ich ertrage momentan einfach diesen Druck nicht, es ist mir zu viel. Ich kann so viel lernen bei meiner Arbeit, aber ich spüre, dass es nicht meines ist. Ich habe schon Freude bei dem, was ich tue, aber es ist nicht wirklich befriedigend. Oder kann Arbeit das gar nicht sein? Ich finde schon. Andererseits, wenn ich immer weiss, was auf mich zu kommt, könnte es mir auch schnell langweilig werden. Ach, Gott, wenns dich gibt, ich weiss nicht wie weiter und brauch dringend Hilfe...

dig.out.your.soul am 8.9.12 20:53


Nach dem so fulminanten Start von gestern kam heute die Überforderung. Ich habe einem Patienten eine Kanüle ins Bein gerammt, ohne wirklich zu wissen, wie man das macht. Ich habs wohl intuitiv richtig gemacht, er ist nicht daran gestorben. Nun, ich gebe mir schändlich viel Mühe, offen zu sein, initiativ zu sein und meine Kräfte anzubieten, doch mangelt es mir an Bestätigung meiner Leistung. Ich hätte gerne von Aussen ein Feedback, das anerkennt was ich leiste. Ich habe von mir selber das Gefühl, dass ich ein wertschätzender Mensch bin und anderen oft sage, wass ich gut an ihnen und ihrem Handeln finde. Ich frage mich, ob mir niemand sowas sagt oder ob es in meinen Ohren nicht ankommt. Vielleicht sollte ich mir eine Liste dazu machen: was Leute positives über mich denken. (gemacht - sehr gut Lena.)  

Am besten lege ich auch ein kleines Heft an, in das ich jeden Abend eine kurze Rückschau halte. Was habe ich gut gemacht? Wo habe ich mich überwunden? Wo hatte ich Mühe? Warum? Welche Sachen belasten mich und muss ich loslassen? 

 Ich finds immer wieder erstaunlich, wie schnell ich gewisse Dinge umsetzen kann.

Highlight des Tages: 

Der Tee, den ich heute Morgen zu hause vergasse, ist noch immer Warm! Yeah, habe mir beim Schweden eine Thermosflasche gekauft. Is ja absolut der Hammer. Kaum zu glauben. Naja, er schmeckt nicht ganz so lecker, aber er ist warm!

(inoffizielles Highlight: Habe heute Bekanntschaft mit den Unterassistenten gemacht. Zwei Männer, wer hätte das gedacht. Und der eine findet mich sympatisch (oder er ist notgeil). Ich habe ihm die Vitalzeichen meiner Patienten gesteckt worauf er an mir im Gang vorbei lief und lachte und zwinkerte. Aha, gibts denn so was subtiles? Naja, hübsch ist er allerdings nicht auf den ersten Blick. Ich könnte mir vorstellen, dass er als alter Mann richtig hässlich sein wird. Aber ja, die Jugend, die Jugend... der hat echt gezwinkert. Mal schaun, vielleicht verkopple ich ihn mit einer Mitschülerin, die unbedingt einen Arzt haben will. Wenn die wüsste, was da alles auf einen zu kommt... nein danke.   

 

dig.out.your.soul am 4.9.12 21:39


Ich hab den ersten Tag überlebt. Ich hoffe, dass ich die kommenden drei Monate ebenso bravourös meistern kann. Es deutet jedoch vieles auf einen nicht ganz so optimalen Verlauf hin. eigentlich wollte ich ja um 9 im Bett sein. Aber mein Fahrrad hat eine Platte und das Ventil ist futsch, weiss auch nicht, wie man das schaffen kann. Morgen muss ich also noch ein neues Ventil kaufen. Und dann geht wieder ein Abend drauf für die Reparatur - wobei, mittlerweile bin ich ziemlich schnell. Die Zeit vergeht einfach schneller. Naja.

Ich habe mir heute ein Erfolgserlebnis konstruiert und muss mich deshalb noch loben, weil sonst alles für die Katz war. Also: Lena, ich fands super, wie du dich bei jedem mit Handschlag und lauter Stimme vorgestellt hast. Das hat dich viel Überwindung gekostet, aber du bist auf die Leute zu gegangen und bist über deinen Schatten gesprungen. Du hast dich auch im Smalltalk bemüht mit jedem und hast einen bemerkenswerten Start in der Teamintegration hingelegt. Respekt, mein Fräulein, das hast du gut gemacht! 

So, nun bin ich müde. Bye.

dig.out.your.soul am 3.9.12 21:20


achachach.

Man merkt, dass es draussen wieder kälter ist. Es sind mehr Spinnen im Haus.

Ich habe heute im Internet 1-1.5Zi Wohnungen angeschaut. Das Zimmer der Freundin ist einfach zu klein. Ich kann nicht auf 8m^2 leben, das geht einfach nicht. Morgen bekomme ich Bescheid, wo ich im Fremdpraktikum sein werde. Falls es irgendwo ab vom Schuss ist, werde ich in eine schöne Wohnung in einem alten Dorfkern ziehen. Parkettboden. Hoffentlich hell. Naja, aber Papi müsste mir jeden Monat noch ein bisschen Geld pumpen. Aber, falls es so weit kommt, freue ich mich auf das durchstöbern von Brockenhäusern, wo ich meinen gesamten Hausrat zusammenkaufen werde. 

Natürlich frage ich mich noch immer, ob ich alleine wohnen kann. Ich möchte nicht vereinsamen. Andererseits wäre da auch noch ein Zimmer in einer 4er WG frei, 15m^2 insgesamt. Ich habe keine Ahung, wie das Zimmer aussieht. Und ob ich es mit 4 Leuten unter einem Dach aushalten würde. Andererseits wäre dieses Zimemr noch halbwegs in der Nähe, während die andere Wohung zu weit weg wäre für Besuch von zuhause. Ich müsste dann wirklich ein neues Leben beginnen. hmm.... eigentlich käme es billiger, eine Wohnung mit 3 zimmern zu zweit zu mieten. Aber mir kommt niemand in den Sinn, der ausziehen will und mit dem ich es womöglich aushalten würde. Aber ja, morgen kommts raus. Bis dahin muss ich meine Phantasie noch in Zügeln halten...

Achachach, eigentlich ist es ein gutes Zeichen, dass ich mir um solche Dinge Sorgen mache. 

Hab dem Hansi eine SMS geschrieben, weil die Band ja in seinem Dorf spielte. Ich konnte dann trotzdem noch ans Konzert in meiner Stadt, weil jemand einen guten Tag hatte und mir Tickets organisierte. Das Lokal war sooo schön. So uralt und retro und einfach improvisiert, das gfällt mir. Sie hatten sogar noch einen alten Plattenspieler als DJ Mischpult - unglaublich. Naja, er hat dann geantwortet. Aber ja, so richtig schlau werde ich nicht aus ihm. Er wohl auch nicht aus mir. Naja, was solls.

hmmm. schluss für heute

dig.out.your.soul am 2.9.12 20:29


Ich fasse es nicht! eine meiner Lieblingsbands spielt morgen und übermorgen in meinem Land, einmal sogar in der Stadt, doch dort ist schon alles ausverkauft, weil die das irgendwie schon wussten, bevor diese band es auf ihrer homepage bekannt gab. es ist zum kotzen! Und das zweite Konzert ist ein Openair und natürlich in der Stadt, wo Hans wohnt. Die Chance. Naja, aber ich weiss nicht, ob ich diese Chance haben will. Und sowieso, das wäre dann ein Date. Und es würde regnen. Und ach, ich bin so wütend - warum ausgerechnet in seiner Stadt! Wenn ich mich nie mit ihm treffe, werde ich nicht herausfinden, ob es was sein könnte, andrerseits will ich das gar nicht wissen.

Aaaaaaaaah, und dieses ewige Was ist der Sinn des Lebens frisst mich total auf. Ich habs so satt, mit dieser Ungewissheit leben zu müssen. Wenn ich diese Krise überlebt habe, werde ich weise sein. Meine Güte. 

Ich fürchte momentan alles, was mein Leben durcheinander bringt. Es ist auch verständlich. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in mir eine treibende Kraft habe, die nicht zulässt, dass ich aufgebe. Ich weiss irgendwo, dass es immer weiter geht. 

 

dig.out.your.soul am 30.8.12 19:36


irgendwenn chunnt me immer a. das lied von gestern ist einfach super. ich würde es gerne im stil von ella fitzgerald verbluesen und als B seite auf mein erstes Album drauf tun. Träume darf man haben.

ja, träume - habe heute die perfekten Stiefel gesehen. Grün, halbhoch, kein Absatz und: tommy hilfiger und 239 stutz. Aus der traum. Naja, irgendwo musste ja der haken sein.

letzte nacht habe ich schlecht geschlafen. ich wachte plötzlich schweiss gebadet auf, hörte irgendwelche geräusche und hatte schmerz hinter dem ohr. irgendwie hab ich dort eine erhebung. meine mutter meinte, ich sei ein hypochonder, aber ich habe wirklich angst, dass es was schlimmes ist. ich möchte leben. ich möchte einfach nur leben

habe heute ein freund aus alten zeiten gesehen. er sagte: Lena, ach, du willst doch einfach dein häuschen im grünen und dann bist du glücklich. - ich wollte ihn erst auslachen, aber habe eingesehen, dass er recht hat. 

hans hat geschrieben. aber jetzt, da er mir so quasi aus der hand frisst, habe ich angst. nur ist es jetzt schon lange nicht mehr unverbindlich, sodass ich nicht einfach nicht mehr zurück schreiben kann. ach, ach, ach, ich gewinne mal den nobelpreis im alles kompliziert machen. 

dig.out.your.soul am 27.8.12 21:50


VIELLEICHT IST MANN/FRAU IRGENDWANN EINFACH IM REINEN MIT SICH UND DER WELT.

UND WENN NICHT, DANN IST WENIGSTENS WÄHREND DIESEM LIED DIE WELT NOCH IN ORDNUNG.

http://www.youtube.com/watch?v=sQ8uw7wCf5k 

GUTE NACHT, WELT.

dig.out.your.soul am 26.8.12 22:17


aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

 kann mann denn so lange nicht schreiben? Das geht doch nicht. Kann mann denn noch deutlicher sein desinteresse zeigen? Scheu - von wegen! DOOF! Naja, er hat wohl wieder viel zu tun. ich kanns nicht mehr hören. es geht mir so gegen den strich.

und alles nur, weil ich angst habe, als alte jungfer zu enden. bravo.

habe heute mit einer klassenkollegin über dieses thema gesprochen. Scheint wohl nicht nur mir und P. so zu gehen, sondern dem rest der Welt auch Sie meinte, dass sie sich das Leben schon anders vorgestellt hätte, und angst hat, trotzdem einfach rechts aussen auf dem single markt zu bleiben. bravo - wie ernüchternd. 

Ich glaube ernüchterung ist das Überthema über diesem Jahr. Vieles ist so anders, als ich gedacht habe. Und trotzdem kann man leben, lebt man, wird man gelebt ob man will oder nicht. 

es hat ja auch sein gutes, aber momentan empfinde ich die ernüchterung als hart. karg. naja, wird auch wieder anders kommen. 

Am liebsten würde ich ihm schreiben: nicht mal mehr blumen würde ich für diese frechheit von dir annehmen - du kannst mich mal!!! - und wenn er dann angekrochen kommt mit "oh, es tut mir so leid, ich bin so schlecht, blablabla" lässt sich das gute herz dann doch wieder erweichen und so gehts dann bis ans lebensende.... zum kotzen.

morgen habe ich ein treffen mit meinen vielleicht zukünftigen wg-kolleginnen. bin sehr nervös. sehr, sehr nervös... alles ist zu viel für mich - NEIN, ich will mein Leben in die Hand nehmen, ich kann das, ich bin leibenswert, begabt und stark genug, und ich lasse mich nicht unterkriegen von meinen beschissenen negativen gedanken! Yeah. So, und jetzt gehts frustjoggen. eine tortur bei diesen temperaturen.

dig.out.your.soul am 21.8.12 20:32


Heute glorreicher erster Tag seit 1.5 Wochen, an dem ich keine Kopfschmerzen habe. Wie schön.

Hans wird sich, wenn, dann erst in zwei Wochen melden. Irgendwie... irgendwie weiss ich noch immer nicht, was genau ich will. Das Gefühl, dass es nichts wird, lässt mich einfach nicht los. Ich habe diese unbestimmte Ahnung in mir. Ich merke wie ich in mir drin irgendwie das Gefühl habe, dass ich nie jemanden kennen lerne, weil ich ja keine Leute kennen lerne und schon gar keine Männer, und dann werde ich ewig alleine sein und hässlich enden. bravo. ja, genau so wird man zu einem Menschen mit gutem Charakter und Reife. Leider ist dies ja nicht die Voraussetzung für eine Beziehung. Erstaunlicherweise schaffens auch Leute mit schlechtem Charakter, eine Beziehung zu haben. Ob sie gut ist, sei dahingestellt, aber vielleicht habe ich sowieso zu hohe Ansprüche.

Ich hätte gerne Vorbilder einer funktionierenden Ehe. Dann würde ich ein Ehepaar fragen, wie sie die Liebe aufrecht erhalten, wie sie mit den kleinen Dingen, die sie an ihrem Partner nerven, umgehen, wie sie gemerkt haben, dass sie diesen Partner heiraten sollen, wie sie Enttäuschungen verkrafteten. Maybe baybe i should do that.

so, und jetzt gibts wieder endlosschlaufe und 1h konzentriertes arbeiten, bevor ich frustjoggen gehe.

dig.out.your.soul am 14.8.12 19:53


Freunde.

Es ist wertvoll, Freunde zu haben, die einen schon länger als ein Jahr kennen. Es ist ein Geschenk, das Leben mit diesen Leuten teilen zu können, auch wenns oftmals schwierig ist, man unterschiedlich denkt und fühlt, seltsame Wege geht oder sich manchmal nicht so viel zu sagen hat. Und doch kennen sie dich, können dir sagen, wer du bist, wenn du nicht mehr weisst, wer du bist. Kitschig, dieser Satz, aber sie können dir tatsächlich die Melodie deines Lebens singen, wenn du sie verloren hast.

Wertvoll, gemeinsam beten zu können, gemeinsam Lasten zu tragen, gemeinsam zu weinen und gemeinsam Tage der Freude zu verbringen. Auch wenn man sich nicht immer verstanden fühlt und sich manchmal trotzdem alleine fühlt - Freunde. 

Danke.

dig.out.your.soul am 12.8.12 22:18


Er schreibt mir nicht. Seit mehr als einer Woche. Bis am Sonntag wartete ich, Montag nervte es mich, gestern machte es mich nervös und heute bin ich wütend, weil ich es als demonstratives Desinteresse werte, weil er NIE Zeit für mich hat et cetera. So schnell kann es gehen.

Ich bin so wütend.

und ich sollte lernen. doch irgendwie habe ich keine Lust dazu. wen erstaunts. 

ich ging heut übers feld. Da war ein Kleefeld und ich hätte mir gewünscht, darin herumzutanzen, mich hin zu legen und den Himmel zu beobachten - wie sehr wünsche ich mir das, Inbegriff des Glückes. Ich frage mich, ob ich in der Stadt überleben kann. Überall lärm und nirgends kann der Blick schweifen. Ich habe Angst,d ass ich in der Stadt nicht zur Ruhe kommme. Sowieso, ich habe momentan vor allem Angst. 

Ich entwickle mich auch zum hypochonder. Das tut man zwangsläuftig, wenn man den ganzen Tag lang mit Krankheit zu tun hat. Wir nehmen momentan die Meningitis durch und genau jetzt habe ich jeden tag kopfschmerzen und kann mein kopf kaum zum brustbein senken. Hoffentlich ist es nur eine Verspannung. Aber es tut mir überall weh. 

Heute konnte ich wieder singen. Seit langem rauscht die Musik einfach an mir vorbei und heute fand ich den zugang wieder. bin ich froh.

dig.out.your.soul am 8.8.12 18:35


Glorreicher erster Satz: er schreibt mir nicht.

haha. Naja, immerhin hat das Treffen vor den Ferien auch nur wegen der Spontaneität meinerseits nicht statt gefunden. Er lud mich abermals ein für die Kinderwoche, aber ich habe Prüfungen - da kann ich nichts machen. (Doch doch, Lenalein, du lernst 3 Wochen vor der Prüfung schon wie blöd, damit du an diesem besagten Freitag nach dort reisen kannst. Ich bin furchtbar. Aber vielleicht kommt er dann ins Lager über Weihnachten. Das wäre ein Deal. Naja.) Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich diesen Kontakt zeitweise auch nur als Freunde sein verstehen kann. Das schafft Erleichterung. Ich versuche auch aktiv, nicht weiter zu denken, sondern einfach mal alles auf mich zukommen zu lassen. Vor zwei Jahren hab ich an diesem Punkt gesagt "wir müssen reden" und das tue ich jetzt nicht mehr, obs klug ist, weiss ich nicht, jedenfalls werden so weder er noch ich die Flucht ergreifen. 

Naja, aber eigentlich bin ich total verwirrt. Ich habe 2 Monate lang voll Krise geschoben, hatte keine Hoffnung und keinen Sinn mehr - woher kommt das? Wars wirklich der Eisenmangel oder bin ich krank oder wie oder was? Das kann ich nicht verstehen. Jetzt schaffe ich es wieder, all die für mich so grossen Fragen bei Seite zu schieben und mich auf das momentane zu konzentrieren. Aber weshalb gibt es Zeiten, wo einem das nicht gelingt? Hä, ich verstehe nicht. Naja. Auch egal. Es gehört zum Erwachsen werden.

Ja, und dazu gehört auch, dass ich ausziehen werde. Möglicherweise schon in sehr absehbarer Zeit. Ich hoffe, dass ich den Wechsel gut überstehe, denn noch mal so eine Krise kann ich nicht gebrauchen. Kaum vorstellbar - ich und ein eigenes Zimmer irgendwo in der Stadt, 15min zur Schule, 15min zum Arbeitsplatz - was will man mehr?! Ans Sparen kann ich zwar die kommenden zwei Jahre nicht denken, aber immerhin die eigenen vier wände.

 Ach, ich warte schon 7 Tage. Ich habe kein Danke, kein gar nichts vernommen. Wo führt das hin...

dig.out.your.soul am 4.8.12 18:57


So langsam komme ich wieder zu Kraft. Trotzdem ist alles noch zu viel an Belastung. Ich bete, dass ich daraus lernen kann. Nie wieder will ich mich so fühlen wie in den vergangenen 4 Wochen. Ich hätte nicht gedacht, dass man in seinem Denken einfach so lahm gelegt sein könnte. Wenn du einfach nichts mehr klar sehen kannst. Furchtbar. Ich lernte zu kämpfen, mich an Fakten festzuhalten und auch ohne Gefühle zu glauben. Aber es war schrecklich. Mittlerweile weiss ich, dass es weiter gehen wird, aber ich weiss noch nicht so genau, wie sich alles ändern soll, worin genau das Problem bestand, welches die Faktoren waren, die dazu beigetragen haben. Jetzt habe ich Kopfschmerzen, weil ich so verspannt bin, es wird Zeit für eine Auszeit. Zeit für neuen Wind, aber keinen Sturm, sondern eine erfrischende Bise... Hans hat mir geschrieben. Es entwickelt sich wohl sowas wie eine Freundschaft. Noch ist es mir Recht so, geduldig will ich sein, damit es mir nicht zu viel wird. Ich muss so viel umdenken lernen. Ich mache jetzt 100% eine Ausbildung und nicht ich lebe mein Leben und mache nebenbei eine Ausbildung. Meint nicht, dass ich mich jetzt noch mehr unter Druck setze, sondern dass ich belastende Aktivitäten ausserhalb einfach zurückschrauben muss. Mehr Zeit brauche, um zu verarbeiten, um zu entspannen. Nullpunkt, Wendepunkt.
(c) Mrs. Lena am 6.7.12 20:38


In diesen tagen bin ich für die einführung einer siesta. von früh bist spät über 27 Grad heiss und in der nach kann ich nicht schlafen bei offenen fenster wegen den nachbarn und den betrunkenen, die bis in die frühen morgenstunden hinein radau machen. ich schiebe meine heutige depressive verstimmung auf den mangelnden schlaf der letzten tage. immerhin habe ich jetzt ein medikament, das mir meine candida nehmen sollte. trotzdem fühle ich mich momentan dem leben nicht ganz gewachsen. ich habe so viele problematische aspekte in meinem wesen drin, dass ich die positiven vergesse. ich hab das gefühl, dass ich gerne anders wäre, doch ich vergesse, dass andere auch probleme haben durch ihren charakter.

ich empfinde es als bedrohlich, um all die dinge zu wissen, jedoch nicht zu wissen, wie ich damit umgehen soll. 

dann komme ich in die negativspirale, dass ich nie ein leben führen kann, weil ich einfach unfähig bin und sowieso.

(c) Mrs. Lena am 30.6.12 17:14


er hat nicht geschrieben. das kann alles und nichts bedeuten. naja. auch egal.

diese letzte woche vor den ferien wird wohl sehr hart werden. es geht einfach nur noch ums durchhalten. 

 Ich bin gespannt, ob das Leben wieder mal einigermassen ok wird. momentan bemühe ich mich, meinen selbstwert und mein selbstvertrauen zu stärken mit positiven erlebnissen. es ist so schwer. so schwer. zu schwer?

Ich merke, dass mir das Gespräch, die Empathie anderer Leute sehr wichtig ist in der Zeit. Ich muss mich äussern und ein Gegenüber finden. Das hilft mir zu sehen, wer ich bin und wer ich nicht bin. 

Ich wünsche mir für die zukunft, dass ich resistenter werde in konfliktsituationen, dass ich sie aushalten kann, ohne dass mir gleich alles an die Substanz geht. 

(c) Mrs. Lena am 24.6.12 22:10


Ich muss mir eine neue Schutzschicht zu legen. Ich bin zu offen, nehme alles für bare Münze und persönlich. Wenn ich die Ausbildung überleben will, muss ich irgendeine Strategie haben, weiss aber nicht welche.

Ich hab noch immer das Gefühl, ins bodenlose zu fallen. ich mache mir sorgen, weil sich die angstzustände gehäuft haben und ich meine Gedanken nicht mehr so kontrollieren kann. ein Teufelskreis. Ich brauche Hilfe, weiss aber nicht, was mir noch helfen kann.

(c) Mrs. Lena am 21.6.12 21:52


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