Do me a favour, break my nose.

Es ist Februar. Und es ist gut so. Ich blicke nicht mehr zurück auf die letzten Wochen. Vorwärts denken. Vorwärts leben. Die Verarbeitung ist insofern abgeschlossen, dass ich zumindest ihn überwunden habe, jedoch gehts jetzt so tief, dass ich an mir zerbreche, weil ich nicht mehr mit mir umgehen kann. Ich bin alles, was ich nie sein wollte. Sie meinte, das sei normal für Teenies. Da bin ich ja beruhigt.Ich weiss nur, wenn ich niemanden finde, der mit mir meine Illision des Lebens lebt, werde ich wie jeder andere Mensch. Und diese Wahrscheinlichkeit ist gross.

Zur Zeit bin ich extrem wissensdurstig. Ich schreibe mein erstes Buch. Naja, nicht ganz so umfangreich. Andere schreiben Werther und ich schreib ein Buch. Meine Arbeit laugt mich körperlich zwar total aus, aber mein Kopf ist total unterfordert - die Ausrede auf die Frage von mir, ob ich wahnsinnig bin.

Meine Zukunft ist zum greifen nahe. Ich freue mich auf dieses Jahr, auch wenn ich keine Ahnung habe, was ich genau machen werde. Man bereut meistens das, was man nicht tat. Und ich wünsche mir, viele Dinge zu tun, die ich bereuen würde, sie nicht zu tun. Genauso, wie ich es nicht bereute, mit Bob geredet zu haben. Dass die Konsequenzen der Dinge, die man bereut hätte, schmerzen, weiss ich ja jetzt.

 

1.2.11 19:32


Manifest.

Ich bekam gestern eine Mail mit der Liederliste für die Band. Hab mich mega gefreut, dass ich singen kann. Doch es war bloss ein Missverständnis. Mich enttäuscht zu fühlen wäre töricht.

Ich hatte Mrs. Dingsda am Telefon. Ich hab mich nicht erdreistet nachzufragen, ob es neue Pärchen gibt. Interessieren würde es mich trotzdem. Der neue Arbeitsplan ist da. Ich werde in ein paar Wochen zurück kehren. Ich könnte jetzt schon anfangen, traurig zu sein, weils, wenn ich dort sein werde, nicht mehr so ist, wie es mal war. Melancholie ist nachtrauern darüber, wie es füher niemals war. Aber das fang ich jetzt noch nicht an.

Heute Abend ist der Professor Dr. Sowieso bei uns zu Besuch. Man sagt, er habe eine Affäre. Und ich geh mit 30 ins Kloster. 

2.2.11 16:34


All your teenage problems are bullshit.

Ich habe um mein Leben geredet. Und ich darf nächste Woche meinen Ausbildungsvertrag unterschreiben. Scheissegal, was du vertrittst, es muss einfach gut präsentiert sein.

Die Fragen, die bleiben, sind: Wo ist die Grenze zwischen Überzeugung und sich selbst Belügen? Warum sind alle begeistert von mir, wenn ich mir selbst nicht mal abnehme, was ich erzähle? Werde ich mir irgendwann mal selbst glauben?

Und eine Frage, die wohl noch lange bleiben wird: weshalb bekomm ich faule Sau einen Ausbildungsplatz, wenn ich genau eine einzige Bewerbung schreibe und denke, dass wenn es nichts wird, ich wohl etwas anderes lernen werde. Glück? Bestimmung? Eine Bestätigung? Der Beweis, dass das Leben halt doch ungerecht ist?

Noch was zum lachen: Meine Nachbarin sass heute Abend bei Bob am Tisch. Wohl eher er bei ihr. Sie erzählte ihrem Liebsten, dass sie diese Woche schon zwei Mal mit mir telefonierte und Mails schrieb - da ruft Bob ganz entsetzt, weil er sich Mühe gab, nur mit halbem Ohr mitzuhören: Waaas? Lena ist verlobt? - Schallendes Gelächter und ein neues Gerücht kam in die Welt. 

Und die Moral von der Geschicht: Alte Liebe rostet nicht. So. 

Am Montag hätte ich noch drüber gelacht. Jetzt könnte ich weinen, wöllte ich, will ich aber nicht, weils zwar etwas weh tut, aber das einfach so sein muss. Andererseits muss ich die Idee, dass es ein Grund wäre, sich wieder zu melden, sofort im Keim ersticken. Er könnte noch kämpfen, doch das liegt wohl nicht im Manne, wenn noch keine Konkurrenz in Sicht ist. 

3.2.11 21:40


The day you slipped away.

Muss es mir peinlich sein, wenn ich ab und zu gerne Avril Lavigne höre? Ich glaube nicht. Backstreet boys wären peinlicher. Aber die höre ich ja nicht.

Es ist unfair. Ich habe von ihm geträumt. Und jetzt vermisse ich ihn. Aber ich weiss, jeder hat für den anderen richtig gehandelt, aber es hätte noch eine andere Lösung gegeben.

Wenn man zwei Möglichkeiten hat, sollte man die dritte wählen. Wenn man nur eine Möglichkeit hat, sollte man wenigstens diese wählen. Wenn man alle Möglichkeiten der Welt hat, gibt es kein Falsch und kein Richtig. - vielleicht sollte man dann das Unmögliche wagen. 

In gut noch mal so vielen Wochen werde ich ihn wieder sehen. und in nochmal so vielen wochen bin ich vielleicht schon auf der Alp.

6.2.11 18:50


Ich kanns nicht glauben. Ich hab ganze 6 Wochen rumgeheult wegen nem Typen, der nicht weiss, was er will. Andere habens da viel einfacher. Und nun das: Sie lernte ihn vor vier Wochen kennen, sie trafen sich darauf einmal, schrieben, telefonierten und chatteten - und vorgestern fuhr er mit ihr zur Überraschung nach Paris und machte ihr einen Antrag, den sie annahm. jetzt ist sie verlobt. Das glaubt kein Mensch. Gut, sie ist schon 27, da kann man das machen, aber ey hallo? unglaublich. unglaublich.

ich würde das leben gerne lockerer nehmen, wenn ich wüsste, dass es irgendwann mal von selbst passieren wird. Aber das weiss ich nicht. Das kann niemand wissen. Ich will nur nicht dauernd warten und dabei mein eigenes Leben verpennen. und doch ist man ja noch so jung und hat keine ahung vom leben. 

8.2.11 09:27


Heute war ein sehr schöner Tag. War spazieren mit unserer Seniorin. Sie lacht mich an. Aber nur manchmal. Und dann sehr zaghaft.

Meine Jungscharliebe ist weg. Naja, immerhin kennt er mich vielleicht beim nächsten Mal. Ich werd ihn grüssen, weil ich meine Patienten generell grüsse, selbst wenn ich sie nicht kennen will.

Ich bin so kaputt und müde. Kann zwar um halb zehn ins Bett, schlafe aber nicht ein, was sehr nervig ist. Müde fühle ich mich auch nicht, aber ich bin es. Meine Hirnleistung beschränkt sich auf das Minimale, was aber dadurch zu hoch ist für normal denkende, weil ich nur noch über Vernetzungen und Wortzweideutigkeiten denke. 

Und ich habe heute geweint, weils ich nicht verstehe, was da eigentlich genau lief vor Weihnachten. Es ist nun gut zwei Monate her und ich denke noch immer zu viel daran. Habe vernommen, dass es ihm noch schlechter geht als im Dezember - und das war ja schlimm. Es wird wohl nicht wegen mir sein. Vielleicht wünschte ich es mir, doch mein Selbstwert verbietet es, dass ich ihm vielleicht auch nur ein bisschen wichtig war. Er war mir wichtig. Wie fest weiss ich nicht. Warum weiss ich auch nicht. Doch zerreist es mir mein Herz, wenn ich weiss, dass er nicht mal mehr das tut, was er am liebsten tut. wenni ch mich jedoch melde, ist die Chance, dass ich alles noch sclimmer mache, ziemlich hoch. 

So, shut up!

12.2.11 21:36


Werde ich eines Tages gänzlich auseinander fallen wegen diesen schlichten Worten: Ich liebe dich nicht. Nein, daran bin ich zerbrochen, aber gefallen sind diese Worte nie. Und genau an diesen unausgesprochenen Dingen werde ich nicht nur zerbrochen sein, sondern auseinander fallen in meine Einzelteile: Melancholie, Pessimismus, Depression.

Es ist nun schon zwei Monate her. Und vor ungefähr drei Monaten wurde es ernster. Es ging so schnell und eigentlich war nichts, doch man haut sich immer am besten selbst übers Ohr. Ich mochte ihn wirklich. Doch vielleicht ist er zu jung. Einfach zu jung. Und er liebt mich nicht, was ich in meiner Kränkung als er mag mich nicht interpretiere, was eindeutig falsch ist, Aaaaaaaaaaaa... und wenn er zu jung ist, dann wird er älter und lernt eine andere kennen, aber nicht mich. 

Ich bin wütend. So wütend.

zudem haben mir heute zwei männer gesagt, dass meine ausbildungsstätte absolute kacke ist. ich freue mich ja schon darauf. Manchmal frage ich mich, ob ich noch im bereich des normalen bin.

14.2.11 22:33


Zu Tisch bitte.

Das Gute am heutigen Tag: 1_Schnitzel und Pommes in der Kantine waren wunderbar. Das Schnitzel entpuppte sich zwar als etwas speziell mariniertes Kotelett, aber ich hatte ja genügend Pommes auf meinem Teller...) 2_Mein Charlie, den ich ja gestern oder vorgestern mit Treiber de- und installieren gequält habe und er nichts von all dem tat, was ich ihm sagte und auch diese bescheuerten Progrämmchen von Microsoft nicht funktionierten, las heute tatsächlich die DVD-R, die ich vergessen hab raus zu nehmen. (dieser Satz ist kein Deutsch, aber das ist in diesem Fall uninteressant.) 3_ er hat 24 Stunden.

Das Schlechte am heutigen Tag: 1_er hat 24 Stunden. 2_mein Hepatitisschutz ist am Arsch. 3_durfte eine Iso ausräumen, obwohl ich mich kränkelnd fühle und bestimmt ein angeschlagenes Immunsystem habe, weil 4_ich steh noch immer nah am Wahnsinn ohne Ende. 5_mein zimmer hat sich noch immer nicht von selbst aufgeräumt.

16.2.11 18:54


i forgot to remember to forget.

 heute ist das drama der vergangenen tage wieder weg. als wäre es nie da gewesen. vielleicht war es ja gar nie da. Heute war ein mittelmässig bescheidener Tag, das heisst, er war schon beinahe gut. Habe den Vertrag erhalten. Sie wollen, dass ich unterschreibe. naja, in anbetracht der tatsache, dass ich nen ziemlich anständigen lohn hab, würd ich das auch machen. dummerweise hab ich nur sehr wenig urlaub. das stört mich.

es besteht die chance von 1:10000000000^12, dass ich ihn morgen sehen werde. die wahrscheinlichkeit ist klein, hat sich aber schon einmal ergeben und getroffen.

17.2.11 20:17


Déjà vu.

Wie vor drei Jahren: ich traute mich nicht, es dir zu sagen, aber er hatte schon damals eine andere.

Das Leben ist doch zum Kotzen. Und ich hab die Arschkarte gezogen. Er hätte wirklich was sagen können. Ich hätte mir ne Menge sparen können. Am liebsten würde ich ihn anrufen und sagen, dass er eine elende Memme ist. Das verletzt mich. 

Gestern wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben von einem Hund gebissen. Hätte drauf verzichten können. Wie schon auf so vieles in diesem Lebensjahr.

20.2.11 16:05


April in Paris.

Sie schnaubte die Treppenstufen empor und fluchte wie jedes Mal, aber die Wohnung war mit Balkon und leben kann man darin ja. Zudem sei sie einfach zu faul und es würde ihr gut tun. Stell dich nicht so an. Wo ist der Schlüssel? Sie hörte den Nachbarn mit schweren Schritten zur Türe schlurfen und spürte seinen Blick, wie er mit seiner Hornbrille an die Tür gepresst durch den Spion augte. Er meint, sie würde es nicht bemerken. Aber das tut sie. Jedes mal. Bald würde er hinaus kommen und ihr von seiner Katze und dem schlechten Essen seiner Frau erzählen und erzählen und erzählen. Geräuschvoll wühlte sie hektisch in ihrer Tasche. Wo ist der verdammte Schlüssel? Da. Sie schloss die Türe auf und mache sie hinter sich zu, als stünde ein Monster auf der anderen Seite. Tief durchatmen. Sie liess ihre Tasche auf die Kommode fallen und zog ihre Jacke aus. Sie fuhr sich durch ihr nachlässig hoch gestecktes Haar und streifte sich ihre Schuhe ab. Es war schon wieder viel zu spät. Keine Anrufe, keine Post. Ihr Blick schweift durch den Raum zum Fenster. Es war Frühling. Für immer.
21.2.11 20:27


Irgendetwas stimmt seit gut 2 Wochen nicht. Dauernd hab ich Kopfschmerzen, meine Verdauung ist nicht normal und zudem gerät mein Gleichtewichtssinn durcheinander. Dies sind Symptome beinahe jedes Krankheitsbildes.

Zu all dem hat mich heute zwei Mal eine Nummer angerufen, die ich nicht kenne. Leider war ich arbeiten und konnte so natürlich den Anruf nicht entgegennehmen. Und jetzt telefoniere ich nicht mehr. 

 Jetzt esse ich Schokolade und gehe schlafen. Morgen werde ich telefonieren für einen Job. Hurra.

23.2.11 22:13


Ich weiss, dass ich die Welt nicht ändern kann. Aber ich glaube, dass ich sie verändern kann im Kleinen. Ich frage mich jedoch, wann ich so enttäuscht bin und so genug haben werde von dieser ewig immer gleichen Misere, dem Leben, dass ich diesen Glauben aufgebe.

Ich bin enttäuscht von den Leuten, mit denen ich das letzte Jahr verbracht habe. Ich habe erwartet, dass man sich mehr meldet. Ich habe meinen Teil gemacht, doch herzlich wenig, also nichts, bekommen. 

Jobsuche heute war erfolglos. aber die arbeit war erfolgreich. eine kollegin meinte, dass ich hoffentlich die Ausbildung mache. Tu ich. Hab bloss noch nicht unterschrieben. Zudem nimmt mich der andere Kollege endlich ernst. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als starke Männerpersönlichkeiten, die mich ignorieren. heute mussten wir eng zusammenarbeiten und da interessierte er sich plötzlich und erkundigte sich (nach 7 Wochen) nach meinem Namen. Hurra. Naja, es klappte gut und ich fands angenehm. Er ist der Typ Mann, der  geboren wird für den Job. Der andere Typ Mann in dem Job ist die perfekte Niete - und davon gibts zu viele. naja, ich werde mich nicht in ihn verlieben. er ist zu alt und ist zwar eine eher dominante persönlichkeit, jedoch hat er das, was es für einen für mich interessanten mann braucht nicht. 

(wenn ich den satz lese, frag ich mich, wie arrogant ich eigentlich rüber komme. aber ich glaub, die wahl zu haben ist mein letzer stolz, der von verletzungen noch übrig blieb.ka)

egal.

24.2.11 22:41


wow, kaum zu glauben. manchmal bin ich echt schockiert, welchen einfluss ich auf andere habe. respektive, welches Bild andere von mir haben. bekam eine sms von einer freundin. sie hat den sonnenschein, der mir damals am gymnasium den tag erhellte gesehen im zug, mich würde das sicher interessieren. mensch, ich hab den seit zwei jahren nicht mehr gesehen und wir hattens nicht mehr von ihm. und sie schreibt mir das einfach. seufz. männer sind wohl eine leidenschaft. eine freudschaft wars noch nie. dafür ist musik meine liebe. hach.

bravo. gut gebrüllt, Löwe.

naja. morgen wieder arbeit. meine oma liegt seit heute auf meiner station. das wird mir ja ein ding, wenn sie da ist. personal-servant.

ein weiteres bravo fürs Leben.

fehlt nur noch, dass jemand kommt und sagt, es sei ein witz gewesen.

 

 

26.2.11 21:26


Dancing cheek to cheek.

Meine Nachbarin meinte, ich würde ihn nicht wiedererkennen, wenn ich dort bin. Bin ja mal gespannt. Wenn es tatsächlich so ist, bekommt er von mir den heftigsten Tritt in den Arsch, den ich jemals jemandem geben werde. Mag sein, er ist eine Niete und kleiner als ich, doch das ist kein Kunststück und noch lange kein Grund, sich so zu benehmen.

Dieses ganze Fasnachtsgetue geht mir auf den Keks. 

Scherzfrage des Tages von einem Dänen im Zimmer 302: Schwester, bringen Sie mir bitte einen Kaffee und cremen mir den Po ein? Hab gedacht ich kriege Flöhe. Ging dann zu einer anderen Schwester. Für meinen Lohn mach ich solche Spässchen nicht mit. Bin ich arrogant? Ja.

In meiner Arroganz bewerbe ich mich mal für eine Praktikumsstelle, wo ich mehr verdiene und weniger arbeiten muss. Ist das nicht toll? Doch. 

Und jetzt esse ich Kuchen, trinke eine Schokolade und werde noch einen Psalm lesen. Hihi. Ich darf mich nicht Theologiestudentin nennen. Ich sagte zu Eschatologie Eukalipse, weil ich nicht mehr wusste, wies heisst und Eukaliptus kombiniert mit Apokalipse ungefähr Eschatologie ergeben. Haha. Dafür sollte ich einen Preis bekommen. Oder wenigstens ein Pflaster. Man gönnt sich ja sonst nichts.

28.2.11 21:05




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