wake me up.

Ich habe The Notebook geschaut. Nur einer ist schöner als Matt Damon. Es gibt übrigens ein Ausmalbuch von Ryan Gosling. Das wünsche ich mir zum Geburtstag, doch die Importkosten sind so teuer von England. Ich weiss noch nicht, wie ich das anstellen soll. Naja.

Der Film hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich hätte gerne einen Mann an meiner Seite, der mir die schönen Seiten des Lebens zeigt. Ich will tanzen, schrille Dinge machen und den Sonnenuntergang geniessen. Und ich habe mir überlegt, was ich tue, wenn ich frei bin. Wenn ich frei bin, dann bin ich kreativ, dann schreibe ich Texte oder Gedichte oder klimpere auf den Tasten rum, bis ein Lied entsteht. Das ist Freiheit. Das tue ich momentan viel zu selten. Seit langem schreibe ich sehr unregelmässig Tagebuch und Blog. Irgendwie habe ich Mühe, meine Gefühle zu äussern. Ich habe ein Zittern im Brustbein, das mich traurig stimmt und mich lähmt. Woran liegt es? Bin ich überfordert, überbelastet, depressiv oder krank? Ach, immer dieselben Fragen. Ich wünsche mir, die Freuden des Lebens wieder mehr geniessen zu können. 

Ich frage mich, ob ich insgeheim die Vorstellung habe, dass mein Glück oder Unglück, Sieg oder Niederlage von einem potenziellen Partner abhängt. Bin ich single, bin ich keine Frau. Habe ich keinen Mann, bin ich nichts wert. Habe ich keinen Sex bin ich prüde. Vielleicht bin ich auf dem Weg zu erkennen, dass der Mensch wertvoll ist, ohne Leistung. Es nervt mich, dass Erfahrung bedeutet, jeden Fehler oder jede Situation schon mal gemacht bzw erlebt zu haben. Weise wird man oftmals nur durch Erfahrung. Und was will ich sein? Na dann muss ich mich nicht wundern...

Ich werde meinen nächsten Geburtstag tatsächlich in meinen "eigenen" 4 Wänden feiern. Habe inzwischen eine WG gefunden und meine Familie davon unterrichtet. Es war so schwer und hat mir beinahe das Herz gebrochen. Nein, es hat mir das Herz gebrochen. Die Reaktionen waren so unterschiedlich und ich fragte mich, ob ich das bloss will, damit ich Bestätigung erhalte von den Leuten, die mich jetzt nerven und für die ich mich aufopfere, um Anerkennung zu bekommen, jemandem zu fehlen. Wie auch immer, ein neuer Lebensabschnitt beginnt.  September Ends.

4.10.12 22:35
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Herr k. merkt kritisch-hinterf / Website (4.10.12 23:41)
Die Erkenntnis, dass der Mensch auch ohne Leistung wertvoll ist, mag wichtig sein. Aber wie tief musst man sie verinnerlichen, um von Anerkennung nicht mehr abhängig zu sein (auf die man ja mit der Leistung abzielt)? Das läuft auf ein Durchbrechen des Kreises aus eigener Kraft hinaus, indem man sich von Anerkennung unabhängig macht, diese dann aber am Ende wieder auf natürlichem Wege erhält. Wenn du eine Möglichkeit gefunden hast, das eigene Verhalten in dem Maße zu "steuern", um das zu erreichen, musst du sie mir mitteilen...
Vielleicht ist das nur die Verbitterung und Resignation, aber: Möglicherweise gab es eine Phase im Leben, in der man die Anerkennung hätte bekommen sollen, und wenn das Fenster dafür verpasst ist, kann man nur noch Flickarbeit leisten.
Viele Grüße.

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