be true to me.

ich bin so seltsam gespannt entspannt. auf mir lastet der Druck der nahenden Prüfung. Gleichzeitig verplemper ich meine Zeit mit einem Homecamp in der Gemeinde. Ich schlafe zwar nicht dort, doch fahre ich nach der Schule hin, quatsche ein bisschen und esse mit den andern. Danach gibts wieder Spiel und reden - richtig entspannend. Wobei auch der Druck der Integration auf mir lastet: ich muss gut mit den LEuten auskommen. das problem dabei ist, die sind alle 2-4 Jahre jünger als ich. und irgendwie fühle ich mich nicht gleich wie sie. ich bin wieder einfach anders. einfach anders. anders.Ich möchte dieses Gefühl nicht mehr haben, ich möchte gleich sein, Teil sein einer Gemeinschaft, ich möchte nicht mehr anders sein. ich habe das Fremdkörperdasein in dieser WElt so satt. ist Anpassung die einzige Lösung oder besteht das Leben auch darin, sich in der Sehnsucht nach mehr als dieser Welt zu stellen und mit ihr zu leben? Aber dann gibts da auch noch ein Junge in der Gemeinde. Der ist gscheit. aber nicht hübsch. aber irgendwas hat er in seinen Augen. Arme Sau, mit 22 schon wenig Haare. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, einen mann aus der Gemeinde zu haben. Ich träume immer noch davon, einer aus der Stadt oder aus einer anderen zu haben, aus einem andern Kreis. nicht aus dem Kreis Arbeit, nicht aus dem Kreis Gemeinde. Aber ich habe den Eindruck, dass gläubige Männer mit Stil und Charakter sehr selten sind. Zudem empfinde ich viele gläubige Menschen als zutiefst weltfremd. Das macht mich extrem traurig. Jesus war auch weltfremd, aber nicht weil er ein assi war oder den andern sagte, wie schlecht sie sind, nein, er war weltfremd, weil er Liebe brachte und jedem Menschen ins Herz schaute. Das tun Menschen nicht auf dieser Welt, das ist weltfremd. Und nicht irgendwelche eisernen Traditionen und Meinungen, die einem wie ein Felsbrocken vor die Nase geknallt werden. Ich habs so satt, das mitansehen zu müssen. Man kann doch den MEnschen nicht eine Botschaft der Liebe ins Hirn hauen! aber viele Menschen meinen, es ginge so und sind sehr enttäuscht von der Institution Kirche, was ich ja teilweise auch gut verstehen kann, aber incht nur.

Erwachsen werden ist so anstrengend. Ich muss mich mit so vielen Dingen auseinandersetzen. Momentan habe ich das akute Gefühl, meine Jugend verpasst zu haben und würde am liebsten von Konzert zu Konzert gehen, nur noch mit Freundinnen zum Kaffe trinken abmachen und irgend einen Typen abschleppen - ich wünsche mir momentan nichts sehnlicher (ausser der Antwort, ob es Gott wirklich gibt, und zwar eine Antwort von ihm.) als ein Mann, den ich in den Arm nehmen darf, der Da ist, der mir ein Gegenüber ist, mit dem ich auf einer Ebene bin. Wer wünscht sich das nicht?

26.2.13 22:47
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


p. (27.2.13 10:49)
mir geht es genauso wie dir! also sind wir wenigstens zu 2.!
dann muss es auch noch 2 Typen geben, die so sind wie wir.
irgendwo bestimmt. und irgendwie müssen wir sie finden, oder sie finden uns.
und hoffentlich bald. bis dahin wünsche ich dir alles liebe!
pozdro von oben, p.


Herr k. / Website (27.2.13 23:24)
Anderssein ist ein Thema, mit dem ich auch gerade hadere. Nur nenne ich es "Komischsein" und finde trotzdem keine Lösung.
Und manchmal frage ich mich, ob dieses ominöse Erwachsenwerden nur ein Euphemismus dafür ist, nichts mehr zu erwarten und alle Hoffnung aufzugeben. Das scheint zumindest ein großer Teil davon zu sein...
Viele Grüße.

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