Adieu, Sommer.

Letztes Jahr im Sommer. Überall Brachland. Ohne Kompass. Schotterwege, so weit das Auge reichte. ich habe Brücken gebaut und sie abgebrannt oder untergehen lassen. Ich habe ein Schloss auf Sand gepflastert und ein kleines Haus auf den Felsen gesetzt.

Es wurde wieder Frühling. Blumenwiesen und Berge. Tag um Tag an der Sonne, am Hang stehend und immer rechen. Rechen!- bevor der Regen kommt. Perlen um den Halls und ein Schatz im Himmel. Lange Stunden gegen Grenzen gerannt, bis sie nieder breschten. ich habe in tiefe Schluchten gesehen, doch meinen Blick immer an den Adler gehängt, der in den Höhen der Lüfte seine Kreise zieht.

Die Ernte wurde fertig, der Herbst soll kommen. Abschied kam und nahm mich mit. Wo ist die Wahrheit hin? Ringend nach Atem, auf in ferne Lande, als flöge ich nach Haus. und jetzt bin ich wieder gelandet.

Es wird sich zeigen, welches was ist und was länger dem Sturm die Stirn bieten kann. Sommer, adieu. Sommer für immer.

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Der Sommer auf dem Hof war klasse. Frische Milch und den ganzen Tag draussen am schaffen. Bin stolz, alles Heu ist drin und das Silo auch. Die Arbeit hat mich ziemlich gebraucht. Mehr als das aber war der Kampf in meinem Kopf sehr herausfordernd - welche Einstellung habe ich?! Ich wurde mir einmal mehr bewusst, dass ich niemandem vertrauen will (obwohl ich einsehe, dass es wohl gut für mich wäre, wenn ich vertrauen wollen würde) und ein ziemlich egoistisches Wesen hab. War sehr ernüchternd.

Die Reise war genau so. Aber noch viel tiefer - diese Landschaft. Beauty of the world takes me in, i can't take it anymore. Aber nicht nur die Landschaft.

Ich würde gerne ein Lied für diese Schönheit schreiben, ein Gedicht verfassen, ein tausendbändiges Werk oder ein Bild malen, das dem gleich käme, doch ich kann es nicht, denn es ist unerklärlich. Ich wünschte mir, dass ich sie einmal geniessen darf. Doch ich sehe mich nur seit Jahren einer Illusion hinterherrennen und mit jedem mal weniger hoffnung darauf zurück kommen. 

Lasse Dahquist, nimm mich mit.

11.9.11 20:12
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Herr k. / Website (14.9.11 20:08)
Schön dass du wieder da bist. Hat die körperliche Arbeit den Kopf freigemacht?
Grüße.

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